Projektwoche endet mit großem Schulfest am MWG – Schüler gestalten ihre „Reise durch die Welt“ selbst

Eine Woche lang stand am Marianne-Weber-Gymnasium nicht der reguläre Unterricht, sondern das gemeinsame Entdecken, Ausprobieren und Gestalten im Mittelpunkt. Da wurde gemalt, gehämmert und musiziert. Den Abschluss der Projektwoche bildete ein buntes Schulfest, bei dem die Ergebnisse der Projekte präsentiert wurden.

Unter dem Motto „Meine Reise durch die Welt“ hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in selbstgewählten Projekten intensiv mit ihren Interessen zu beschäftigen. Die Bandbreite der Themen war groß. Sportliche Projekte führten mit dem Fußball um die Welt, beschäftigten sich mit traditionellen Sportarten oder luden zu Wanderungen in die Natur ein. Kulinarisch ging es bei „Die Welt auf dem Teller“ um internationale Küche und traditionelle Gerichte verschiedener Länder.

Auch gesellschaftliche Themen spielten eine wichtige Rolle. Einige Gruppen untersuchten Gesellschaftsspiele, beschäftigten sich mit geografischen Fragestellungen oder trainierten bei „Jugend debattiert“ ihre Argumentationsfähigkeit. Ein Journalistenteam begleitete die Projektwoche und produzierte einen Podcast.

Kreativität war gefragt: Es wurde genäht, gestrickt und gehäkelt, Theater gespielt und musiziert. Andere lernten ein neues Instrument oder probten mit der Schulband. Im Sprachprojekt stand jeden Tag eine andere Sprache im Mittelpunkt. Naturwissenschaftlich Interessierte legten den Schulgarten neu an, stellten Seife her oder erkundeten im Projekt „MWG goes wild“ die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Besonders an der Projektwoche war die intensive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Die Projekte wurden nicht einfach von den Lehrkräften vorgegeben, sondern gemeinsam geplant. Die Schülerinnen und Schüler konnten eigene Projektideen einbringen und aktiv mitgestalten.

Zudem arbeiteten alle Projekte jahrgangsübergreifend. So saßen Fünftklässler neben Oberstufenschülern, tauschten Erfahrungen aus und lernten voneinander. Die Schule setzte damit bewusst auf Partizipation, Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit. Die Jugendlichen bestimmten ihre Ziele selbst, konnten neue Interessen entdecken und lernten auch, mit Rückschlägen umzugehen. „Scheitern war ausdrücklich erlaubt“, lautete einer der Grundgedanken der Woche.

Den gelungenen Abschluss bildete das gemeinsam von Eltern, Lehrkräften und Schülern organisierte Schulfest. Die engagierten Eltern sorgten für ein umfangreiches Catering. Ein besonderer Dank galt der Fleischerei Nier, die mit einer Würstchenbude und professioneller Unterstützung zum Gelingen des Festes beitrug.

Die Resonanz auf die Projektwoche fiel durchweg positiv aus. Viele Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit großer Eigenmotivation an ihren Themen und entdeckten dabei neue Talente und Interessen. Auch die Lehrkräfte zeigten sich beeindruckt von Fähigkeiten, die im Schulalltag oft weniger sichtbar werden. So wurde die Projektwoche zu einem gelungenen Beispiel dafür, wie Lernen gelingen kann, wenn Neugier, Kreativität und Mitbestimmung im Mittelpunkt stehen. (Text und Fotos: Thomas Krügler)